Geposted am von Line Dubois

Manchmal muss man sich gar nicht großartig anstrengen, um beim Wandern eine großartige Aussicht zu haben! Wir waren vorletztes Wochenende spontan in Mittenwald wandern und sind auf den 1.391 Meter hohen Kranzberg gestiegen. Welchen Weg wir dabei eingeschlagen haben und wo du dich anschließend nicht nur abkühlen, sondern auch richtig lecker essen kannst, verraten wir dir jetzt!

In Mittenwald wandern: Unterwegs auf der Kranzberg-Panoramarunde

Die Wettervorhersage versprach einen der ersten Sommertage des Jahres und so entschieden wir uns vorletzten Samstag spontan am nächsten Tag in Mittenwald wandern zu gehen. Mindestens genauso spontan besuchte uns unsere Freundin Kerstin aus München, die wir morgens um halb 9 am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen einsammelten, um anschließend gemeinsam mit ihr nach Mittenwald zu fahren.

Knapp 20 Minuten später parkten wir unseren Jeep Bruce am Sessellift, der hoch zum Kranzberg fährt. Natürlich fuhren wir nicht einfach nur gemütlich hinauf, sondern schnürten unsere Wanderschuhe zu und begaben uns zu Fuß auf den Weg nach oben.

Nach wenigen Hundert Metern durch den schattigen Wald befanden wir uns auf der ersten kleineren Alm samt Kapelle. Ein kurzer Blick nach hinten ließ bereits erahnen, was ein mächtiger Berg die westliche Karwendelspitze doch ist.

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Geniale Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft

Nun ging es immer steiler den Berg hinauf, unterhalb des Sessellifts entlang und vorbei an Wiesen und kleineren Waldabschnitten, bis wir die Bergstation des Sessellifts und ein paar Meter weiter das Gasthaus St. Anton erreichten.

Bereits hier offenbarte sich uns ein genialer Ausblick auf das Wettersteingebirge und nach einem weiteren kurzen, aber steilen Aufstieg legten wir eine kleine Pause an einer Hütte ein. Die Sonnenstrahlen fühlten sich wunderbar warm auf der Haut an, während das Wasser aus unseren Trinkflaschen für die nötige Abkühlung sorgte. [widgetic-mosaic-gallery id=5af59cf5ecb2a10f3b8b4567 autoscale=on width=713 height=646 resize=fill-width]

 

Es ging nochmals recht steil weiter den Berg hinauf und auf einmal lag es vor uns: das Kranzberghaus! Da es noch nicht offen hatte, liefen wir schnurstracks vorbei und die letzten Meter hinauf zum Gipfel der Kranzbergs.

Hier warteten nicht nur ein paar übergroße Liegestühle aus Holz auf uns, sondern auch eine wunderbare Panoramaaussicht. Nicht nur den Karwendel-Westkam, das Wettersteingebirge und die Benediktenwand, auch die Arnspitzen, den Jochberg, den Wank und die Alpspitze konnten wir in der Ferne sehen – der Wahnsinn!

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Wie in Kanada: der Ferchensee

Nun ging es durch einen wunderschönen Wald wieder bergab, an Lichtungen vorbei und über einen kleinen Bach, bis wir auf einem Forstweg landeten und das erste Mal Blick auf den Ferchensee hatten. „Das ist ja fast wie in Kanada hier“, nuschelten wir leicht perplex und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Während sich der Forstweg rechts weiter den Berg hinunter schlängelte, bogen wir links auf einen kleinen Pfad zurück in den Wald ab. Wieder ging es durch den Wald, vorbei an hohen Tannen und grünen Wiesen.

Wir erreichten wieder den Forstweg und wenige Schritte später standen wir bereits am Ufer des Ferchensees. Nach einer kurzen Überlegung in den See zu springen, machten wir es uns stattdessen auf dem Steg gemütlich – es war dann doch noch zu kalt.

Vom Ferchensee ging es wieder weiter bergab zum Lautersee. Ein Blick zur Seite und nach oben bestätigte, was unsere Nasen bereits erschnüffelt hatten: Pinien! Der Kranzberg ist bekannt für seine in dieser Gegend doch eher außergewöhnliche Flora und Fauna, die mehr an eine Region am Mittelmeer erinnert.

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Gemütlich & lecker essen: Lautersee Stub´n

Nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch und einem sehr kurzen steilen Abstieg kamen wir am mindestens genauso schönen Lautersee an und ergatterten auch gleich einen Platz auf der Sonnenterrasse der Lautersee Stub´n. Das Radler und Schnitzel hatten wir uns nun redlich verdient!

Ganze zwei Stunden saßen wir auf der Terrasse, aßen, quatschen mit unseren Tischnachbarn und genossen die Sonne. Vollgefuttert und überglücklich ging es nun zurück Richtung Parkplatz, vorbei an einer weiteren kleinen Kapelle und später dann mit Ausblick auf Mittenwald, bis Bruce wieder vor uns stand.

„Manchmal muss man nicht bis ganz nach oben laufen, um die schönste Aussicht zu haben.“ – mit diesem Gedanken und wunderbaren Eindrücken im Kopf fuhren wir wieder zurück nach Hause.

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Mittenwald wandern: Noch mehr Tipps und Infos

Wissenswertes über die Kranzberg-Panoramarunde:
Länge: ca. 13km
Höhenmeter: ca. 450
Gehzeit: ca. 4 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Gebühren Parkplatz: ca. 3 Euro

 

Das solltest du dabei haben:
- feste Wanderschuhe
- kleiner Wanderrucksack
- Trinkflasche & ggf. Tasse
- ggf. Wanderstöcke
- ggf. Regenjacke & Fleece
- ggf. Badehose/Bikini