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Plastikfrei Leben: Tipps, wie du im Alltag Plastik vermeiden kannst!

Ob unterwegs im Flugzeug, in der Bahn, beim Einkaufen oder zuhause in deinem Kühlschrank und deinem Vorratsregal, Plastik ist überall! Seit den 50er Jahren hat sich der Kunststoff in Form von Verpackungen, Hygieneartikeln, Küchenutensilien und vielen anderen alltäglichen Gegenständen in unsere Häuser geschlichen.

 

Kein Wunder: Plastik ist billig, robust und kann fast jede Form annehmen. Allerdings wissen wir heute, dass Plastik nicht nur der Umwelt schadet, sondern zudem negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben kann. In diesem Beitrag erfährst du deshalb welche schlimmen Folgen die Nutzung von Plastikartikeln für uns alle hat und erhältst außerdem viele hilfreiche Tipps, mit denen du Plastik in deinem Alltag zukünftig vermeiden kannst!

 

 

Plastikfrei Leben: Warum ist Plastik problematisch?

Plastik schafft es immer wieder in die Medien. Mittlerweile kennt wohl jeder die Bilder von mit Plastik überhäuften Stränden. Von Meerestieren, die Plastik essen, und Wasseroberflächen, die unter einer riesigen Plastikschicht nur noch zu erahnen sind. Der Plastikmüll, der immer mehr Platz auf unserem Planeten einnimmt, ist nicht nur unästhetisch, sondern hat fatale Folgen für uns alle!

 

1. Gesundheitliche Risiken von Plastik

In der Vergangenheit wurde Plastik des Öfteren mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht. Insbesondere die Weichmacher im Plastik, die sogenannten Phthalate und BPA, schaden deinem Körper. Über Verpackungen gelangen die künstlichen Giftstoffe in dein Essen und so in deinen Körper. BPA ist in Europa zwar mittlerweile zur Herstellung von Babyflaschen verboten, darf allerdings nach wie vor in anderen Verpackungen und Kunststoffprodukten verwendet werden. Das kann ernste Folgen haben: Unter anderem werden Krankheiten wie Asthma, Diabetes Typ 2 oder Brust- und Prostatakrebs durch Weichmacher in Plastikprodukten begünstigt oder verursacht.

 

Als besonders bedenklich gelten weiche Kunststoffe, in denen du Lebensmittel oder Getränke aufbewahrst, sowie Getränke- und Konservendosen, die auf der Innenseite oft mit einem Kunststofflack beschichtet sind. Übrigens: BPA ist außerdem in Kassenbons aus Thermopapier enthalten und gelangt über die Haut in deinen Körper. Hier gilt: Wenn möglich auf den Kassenzettel verzichten, bis das EU-weite Verbot von BPA in Kassenbons 2020 in Kraft tritt!

 

 

2. Gefahren für die Umwelt

Wenn Plastikmüll nicht richtig entsorgt wird und in der Natur landet, hat das Konsequenzen für uns alle! Das liegt insbesondere daran, dass sich Plastik nicht wie andere Materialien zersetzt, sondern lediglich in immer kleinere Teile, bis hin zum Mikroplastik zerfällt. Plastik bleibt also in der Natur – und zwarfür immer! Selbst wenn Plastik verbrannt wird, werden dadurch Schadstoffe freigesetzt, die sich negativ auf die Umwelt auswirken. Im Meer und an Land werden besonders kleinere Teilchen des Kunststoffabfalls von Tieren fälschlicherweise für Futter gehalten und gegessen. Insbesondere Fische, Meeressäuger und Seevögel verhungern dadurch, obwohl sie einen vollen Magen haben.

 

Laut einem Bericht der UN-Umweltexperten hat mittlerweile ein Drittel aller Fische Plastik im Körper – Tendenz steigend! Das sorgt nicht nur dafür, dass viele Fisch- und Vogelarten langsam aussterben, sondern bringt das Plastik in Form von Fischgerichten zurück in deinen Körper. Ein Kreislauf, der sich Hochrechnungen zufolge in den nächsten Jahren verschlimmern soll: Angenommen unser Plastikkonsum verringert sich nicht dramatisch, wird es bis zum Jahr 2050 mehr Plastik im Meer geben als Fische! Übrigens: Viele handelsüblichen Plastikprodukte können wegen ihrer komplexen Zusammensetzung nur schlecht oder gar nicht recycelt werden. Die UN hat aufgedeckt, dass von den rund neun Milliarden Tonnen Plastik, die jemals hergestellt wurden, nur etwa 9 % recycelt wurden – krass!

 

Plastikfrei Leben: Tipps für ein Leben ohne Plastik

Selbst wenn ein Leben ohne Plastik heutzutage kaum vorstellbar ist, ist es möglich! Plastik, wie wir es heute kennen, gibt es erst seit etwa 70 Jahren. Davor sind die Leute im Alltag ohne Kunststoffprodukte ausgekommen – das geht heute auch! Bevor du loslegst, eins vorweg: Die Masse an Plastik, die dir im Alltag begegnet, kann schnell überwältigend sein und dich jeglicher Motivation plastikfrei zu leben berauben. Deshalb konzentriere dich erst einmal nicht auf das große Ganze. Nimm dir stattdessen die vielen kleinen Dinge vor, die du in deinem Leben verändern kannst – jedes noch so kleine Stück Plastik, das nicht konsumiert, verbraucht und entsorgt wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung! Wie du Plastik am besten in deinem Alltag vermeiden kannst und welche plastikfreien Produkte oft sogar noch besser als Gegenstände aus Kunststoff funktionieren, erfährst du jetzt!

Plastikfrei unterwegs

Als Draußgänger bist du viel in der Natur unterwegs. Mit den richtigen Produkten an deiner Seite hinterlässt du dabei nichts als Fußspuren!

 

1. Verpflegung

Wenn du unterwegs einen Kaffee trinkst oder eine Flasche kaufst, denkst du sicherlich im ersten Moment nicht an das Plastik, das du dabei verbrauchst. Fest steht allerdings, dass Coffee-to-Go Becher und Einwegflaschen aus Plastik in den meisten Fällen nicht recycelt werden können und zwei der Hauptverursacher des globalen Plastikproblems sind. In diesem Fall gibt es eine sehr gute plastikfreie Alternative: Benutze einfach deinen wiederverwendbaren Kaffeebecher und deine Trinkflasche aus Edelstahl und deine Getränke behalten zusätzlich über lange Zeit ihre optimale Trinktemperatur! Viele Restaurants und Cafés füllen deine Wasserflasche gerne kostenlos mit Leitungswasser auf. Alternativ findest du auf der Karte von Refill Deutschland die nächste offizielle Refill Station in deiner Nähe. Mit einem doppelwandigen Kaffeebecher im Gepäck bleibt dein Kaffee nicht nur länger warm, sondern du bekommst deinen Flat White to Go in vielen Kaffeehäusern sogar günstiger!

 

Für den Transport deines Proviants solltest du ebenfalls auf plastikfreie Produkte zurückgreifen. Brotdosen aus Edelstahl sind pflegeleicht und zudem sehr robust – perfekt für Abenteurer! Bienenwachstücher sind nicht nur praktisch in deiner Küche, sondern halten dein Essen auch unterwegs frisch, ohne deine Plastikbilanz zu belasten.

 

 

Dein plastikfreies Zuhause

Auf dem Weg in dein neues plastikfreies Zuhause gehst du am besten jedes Zimmer beziehungsweise jeden Wohnbereich separat durch und sagst dem Plastik in deinem Alltag Schritt für Schritt Lebwohl!

 

2. Küchenutensilien

Kannst du dich noch an Kochlöffel, Schneidebretter und Spülbürsten aus Holz erinnern? Heutzutage werden viele Utensilien in der Küche aus Kunststoff hergestellt. Dabei ist es gar nicht so schwer, wieder auf Holz und andere natürliche Materialien umzusteigen. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern sieht auch schöner aus!

 

Tipp: Anstatt alle Plastikteile auf einmal aus deiner Küche zu verbannen, solltest du sie nach und nach ersetzen. Dein Schneidebrett aus Plastik wurde mit viel Energie hergestellt und wird irgendwann verbrannt oder in einem Müllberg enden. Deshalb gilt: So lange wie nur möglich verwenden und erst auf plastikfrei umsteigen, wenn deine Plastikprodukte kaputtgehen!

 

 

3. Getränke

Wasserkästen schleppen ist dank der leichten PET-Flaschen ein Ding der Vergangenheit und auch, wenn die Plastikflaschen recycelt werden, ist es besser komplett auf diese zu verzichten. Entweder du greifst auf die bewährten Mehrwegflaschen zurück oder du trinkst Leitungswasser. Immerhin erzeugt Trinkwasser aus der Leitung weniger als ein Prozent der Umweltbelastung von Mineralwasser aus der Flasche! Das Leitungswasser in Deutschland wird streng kontrolliert und hat fast überall ausgezeichnete Trinkqualität. Falls du nur Wasser mit Kohlensäure magst, lohnt sich die Anschaffung einer Soda Stream Maschine!

 

 

4. Lebensmittelaufbewahrung

In Deutschland gibt es wohl kaum einen Haushalt ohne Tupperdosen. Die Dosen in unzähligen Formen und Varianten sind sehr gut geeignet, um Lebensmittel im Vorratsschrank oder Kühlschrank aufzubewahren. Allerdings sind auch diese aus Plastik! Das Gleiche gilt für Frischhaltefolie: praktisch, aber nicht nachhaltig und voller Kunststoff mit vielen Weichmachern! Der Umwelt und deiner eigenen Gesundheit zu Liebe lohnt sich der Umstieg auf plastikfreie Alternativen. Anstatt Tupperdosen verwendest du einfach Einmachgläser oder leere Marmeladengläser.

 

Frischhalte- und Alufolie wird von Bienenwachstüchern ersetzt. Das sind in Bienenwachs getränkte Stofftücher, die fast jede Form annehmen, um dein Essen im Kühlschrank frisch zu halten. Außerdem sind sie wiederverwendbar und kompostierbar! Alternativ kannst du deine Essensreste, Aufschnitt oder angeschnittenes Gemüse ebenfalls in einer Dose aus Edelstahl wie unserem Kleinen oder Großen Feldhamster aufbewahren. Das Tolle: Die Dosen nehmen dank des Edelstahls weder Geschmack, noch Geruch an, und verfärben sich auch nicht!

 

 

5. Mundhygiene

Wenn du deine Zahnbürste regelmäßig wechselst, verbrauchst du im Schnitt rund 300 Zahnbürsten in deinem Leben und alle aus Plastik! Während du Zahnseide schon nach einer Nutzung entsorgst! Plastikfreie Alternativen aus Holz und Seide sind mittlerweile oft sogar im Supermarkt erhältlich. Das Beste: Zahnseide aus natürlichen Materialien kann kompostiert werden und sogar der Stil deiner Holzzahnbürste darf in die braune Tonne! Wichtig: Die meisten Zahnbürsten aus Holz haben Borsten aus Nylon (also Plastik). Deshalb den Bürstenkopf abbrechen, bevor du den Stil kompostierst!

 

6. Haarpflege und Körperhygiene

Duschgel, Shampoo und Handseife gibt es fast ausschließlich in flüssiger Form und in Plastikflaschen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da gab es nur in Papier gewickelte Seife am Stück. Traditionelle Seife kannst du nicht nur zum Händewaschen verwenden, sondern auch in der Dusche! Das ist oft sogar günstiger als Duschgel aus der Flasche. Sogar Shampoo und Spülung gibt es in dieser Form. Bei nachhaltigen Online-Händlern, in Reformhäusern oder bei Lush kannst du sämtliche Haarpflegeprodukte in fester Ausführung kaufen. Dadurch verzichtest du nicht nur auf die Plastikverpackung, sondern außerdem auf viele chemische Inhaltsstoffe! Unterwegs nehmen festes Shampoo und Seife am Stück viel weniger Platz in deinem Rucksack ein und außerdem musst du dir keine Sorgen mehr über ausgelaufenes Duschgel machen!

 

Tipp: Statt Einwegrasieren oder einem Rasierer aus Plastik mit Einwegklingen, verwendest du einen klassischen Rasierhobel*, der aus Chrome und Bambus besteht und komplett plastikfrei verpackt ist! Mit ein bisschen Übung funktioniert der Rasierhobel sogar um einiges besser als ein Rasierer aus Kunststoff!

 

7. Kosmetikartikel

In vielen Kosmetikartikeln ist Mikroplastik enthalten. Besonders bei Peelings werden die kleinen Plastikteilchen beigemischt, um den gewünschten Peelingeffekt zu verstärken. Falls du entsprechende Produkte verwendest, solltest du vor dem Kauf unbedingt die Inhaltsstoffe checken. Die folgenden Bezeichnungen weisen auf Mikroplastik hin:

 

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmetacrylate (PMMA)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethyleneglycol (PEG)
  • Polyethyleneterephtalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropyleneglycol (PPG)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane

     

    8. Einkaufen

    Dem Plastik im Supermarkt aus dem Weg zu gehen ist eine Herausforderung, allerdings nicht unmöglich. Wähle unverpacktes Obst und Gemüse, verzichte auf die durchsichtigen Plastiktüten und verwende stattdessen Stoffbeutel. Das Gleiche gilt für Brot und andere Backwaren! Bei Ketchup, Mayonnaise und Co. findest du meistens in den unteren Regalflächen in Glas verpackte Alternativen. Das Praktische: Diese Gläser kannst du anschließend wieder verwenden! Als Verbraucher entscheidest du mit deiner Kaufkraft, welche Produkte du zukünftig in den herkömmlichen Supermärkten findest.

     

    Wenn mehr Leute auf unverpackte oder nachhaltig verpackte Waren zurückgreifen, werden diese irgendwann Normalität werden! Mittlerweile gibt es in den meisten großen Städten mehrere Unverpackt-Läden. Hier hast du die Möglichkeit deine eigenen Behälter mit Reis, Nudeln, Kaffee und anderen Lebensmitteln in genau der Menge aufzufüllen, die du benötigst. Damit sparst du nicht nur Plastikverpackungen, sondern verhinderst gleichzeitig unnötige Lebensmittelabfälle. In vielen verpackungsfreien Supermärkten gibt es außerdem Waschmittel, Seife und Putzmittel zum Abfüllen. Eine coole Alternative zu den modernen Unverpackt-Läden sind Wochenmärkte, die es nach wie vor in vielen deutschen Ortschaften und Städten gibt!

     

    Plastikfrei Leben lohnt sich!

    Im Nachhinein ist man immer schlauer und hätten die Leute vor 70 Jahren gewusst wie problematisch Plastik für die Umwelt und Gesundheit wirklich ist, wäre die Einführung des Kunststoffes sicherlich anders verlaufen. Mittlerweile haben wir verstanden, dass wir unseren Plastikkonsum einschränken und am besten komplett auf Plastik verzichten müssen, um unseren Planeten die Chance zu geben, sich zu erholen! Selbst wenn dir die Vorstellung ein Leben ohne Plastik zu führen im ersten Moment unmöglich erscheint und du das Gefühl hast, dass du als einzelner keine Chance hast dagegen anzugehen, ist es wichtig, wo du kannst auf Plastik zu verzichten! Mit einem wiederverwendbaren Kaffeebecher, einer Trinkflasche und Brotdose aus Edelstahl und unverpackten Lebensmittel beim Wocheneinkauf ist es einfach und sogar praktisch dem Plastik in deinem Alltag aus dem Weg zu gehen.

     

    Dadurch vermeidest du nicht nur aktiv, dass die Müllberge noch größer werden, sondern sendest zudem ein klares Zeichen an die großen Konzerne, die Plastik produzieren – schließlich wird nur das produziert, was auch gekauft wird!

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